01. Juni 2026Wirkstoffe5 Min.

    Glycin, Prolin, Lysin: die Aminosäuren-Basis von Kollagen

    Glycin, Prolin, Lysin: die Aminosäuren-Basis von Kollagen

    Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper — etwa 30 Prozent der gesamten Proteinmasse. Was viele nicht wissen: Es besteht zu rund 50 Prozent aus nur drei Aminosäuren — Glycin, Prolin und Lysin.

    Glycin — die häufigste Aminosäure im Kollagen

    Glycin macht ein Drittel der Kollagen-Struktur aus. Es ist klein genug, um in der Tripelhelix-Struktur zwischen die größeren Aminosäure-Reste zu passen — ohne Glycin keine stabile Kollagen-Helix. In modernen Ernährungsweisen ist Glycin oft unterversorgt: Es kommt vor allem in Bindegewebe, Knochen und Haut tierischer Lebensmittel vor — also in Teilen, die wir heute weniger essen.

    Tagesbedarf für aktive Kollagensynthese: ca. 10 g (10.000 mg).

    Prolin — der Helix-Stabilisator

    Prolin wird in der Haut zu Hydroxyprolin umgewandelt — ein zentraler Schritt für die mechanische Stabilität von Kollagen. Diese Hydroxylierung benötigt Vitamin C als Co-Faktor (siehe unser Artikel "Vitamin C & Kollagensynthese").

    Prolin kann der Körper selbst herstellen, aber bei erhöhtem Bedarf — etwa nach Verletzungen, intensivem Sport oder mit zunehmendem Alter — wird es zur konditionell essentiellen Aminosäure.

    Lysin — die Quervernetzung

    Lysin sorgt für die Quervernetzung der Kollagenfibrillen. Diese Crosslinks bestimmen die mechanische Festigkeit der Haut. Lysin ist essentiell — der Körper kann es nicht selbst herstellen und muss es über die Nahrung aufnehmen.

    Synergie mit hydrolysiertem Kollagen

    Hydrolysiertes Marine Collagen ist nicht einfach "Protein". Es ist eine bereits vorgespaltene Form, die diese drei Aminosäuren in der richtigen Proportion liefert — und zusätzlich Signal-Peptide enthält, die die körpereigene Kollagensynthese aktiv stimulieren.

    Eine Studie (Proksch et al., 2014) zeigte, dass 2,5–10 g hydrolysiertes Kollagen pro Tag nach acht Wochen Hautelastizität und Hydration signifikant verbessern. 15 g (= eine SKIN°-Tagesdosis) gehören zu den höchsten klinisch validierten Dosierungen.

    Warum nicht einfach Eiweiß-Shake?

    Ein Standard-Whey-Protein deckt zwar den allgemeinen Proteinbedarf — aber Glycin und Prolin sind darin nur in geringen Mengen enthalten. Für gezielten Hautaufbau ist die spezifische Aminosäure-Komposition entscheidend.

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